Doppelpanel zu Demokratievorstellungen in Saarbrücken
04/01/2025Was meinen Bürger*innen, wenn sie von Demokratie sprechen – und wie lässt sich das erforschen? Diesen Fragen widmete sich ein von Christoph Mohamad-Klotzbach mitorganisiertes Doppelpanel auf der DVPW-Sektionstagung für Vergleichende Politikwissenschaft in Saarbrücken.
Im Rahmen der diesjährigen Tagung der DVPW-Sektion „Vergleichende Politikwissenschaft“ in Saarbrücken organisierte Christoph Mohamad-Klotzbach gemeinsam mit seiner Berliner Kollegin Norma Osterberg-Kaufmann ein Doppelpanel zum Thema „Meaning and Understanding of Democracy – The demand side in empirical research of democracy“, in dessen Rahmen Thomas Kestler eine neue Projektidee vorstellte.
Die Teilnehmer*innen der beiden Panel diskutierten, welche Demokratievorstellungen Bürger*innen in unterschiedlichen politischen Regimen haben, wie man diese methodisch adäquat untersuchen kann und welche Erkenntnisse daraus für die politische Kulturforschung bzw. die Demokratieforschung zu ziehen sind. Thomas Kestler ging in seinem Vortrag zu „Time passes, memory fades. Democracy and the problem of reification“ Überlegungen nach, wie sich der Demokratiebegriff im Laufe der Zeit wandelt und wie man hierfür die Kognitionspsychologie sinnvoll nutzen kann.
Die Sektionstagung widmete sich dem Thema “Citizen’s trust and societal polarization in times of transformation. Comparative Perspectives from different world regions” und fand am 27. und 28. März 2025 an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken statt und wurde in Kooperation mit diversen Gliederungen der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) organisiert. Insgesamt nahmen rund hundert internationale Wissenschaftler*innen an der Konferenz teil und diskutierten nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse in den Panels, sondern sprachen auch mit der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) im Anschluss an ihre Keynote über die politische Situation in Deutschland. Das Konferenzprogramm kann hier eingesehen werden.